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Wandern und Radfahren in Berlin & Brandenburg

Willkommen bei meiner persönlichen Liste an Wanderungen und Fahrradtouren durch Berlin und Brandenburg. Wenn du mal wieder auf der Suche nach einer Anregung bist, lass dich gerne hier inspirieren. Alle Routen sind von mir begangen bzw. befahren. Viel Spaß beim Nachwandern und -radeln!

RichtungWandernRadfahren
OstBad Freienwalde Baa-See,
Bad Freienwalde Turmwanderweg,
Bad Saarow – Storkow,
Buckow, Gamengrund,
Oderhänge Lebus,
Märkische Schweiz, Plagefenn
Bötz-, Fänger- und
Straussee
, Berlin-Eberswalde,
Erkner-Müncheberg
Erkner-Fürstenwalde,
Ost-Berlin, Seen-Oderland
NordGrumsinBernau-Ueckermünde,
Märkisch-Buchholz,
Templin-Hennigsdorf,
Templin-Schwedt,
SüdBad BelzigBerlin-Dresden
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Wanderungen

Bad Saarow nach Storkow über Marienhöhe und Kolpiner See

Länge: 16 Kilometer, 100 Höhenmeter (Komoot)

Highlights: Binnendüne, 3 Badeseen, Demeterhof Marienhöhe mit Hofladen

Ab dem erfrischenden Frühling und bis in den bunten Herbst hinein kannst du auf der Wanderung von Bad Saarow nach Storkow dichten Wald, blaue Seen und frische Kost vom Demeterhof Marienhöhe genießen. Vom Bahnhof Bad Saarow aus startend, folgst du dem Weg (blauer Strich auf weißem Grund) zunächst am nördlichen Ufer des Scharmützelsees, um recht zügig in den Wald zu gelangen. Du durchquerst einige tiefe, unebene Gräben, ehe du am Bad Saarower Waldfriedhof wieder einen breiteren Weg betrittst. Von hier aus sind es noch 20 bis 30 Minuten bis zum Demeterhof Marienhöhe, in dem du dich für den Tag voll eindecken kannst und dir somit das morgendliche Schmieren von Broten sparst.

Von hier aus geht durch ein kleines Dorf und weiter zum Kolpiner See, den du nördlich umrundest. Mehrere Badestellen laden auf jeden Fall dazu ein, ins kühle Nass zu springen oder bei einem Picknick das Essen vom Hof zu genießen. Hinter Kolpin geht es recht lange, aber gut ausgeschildert zur hohen Binnendüne Waltersberge, auf der du die Aussicht genießen kannst. Sie ist das Überbleibsel der letzten Eiszeit und ein Highlight Storkows. Von hier aus geht es durch die Altstadt zum Bahnhof.

Waldwege nach Storkow

Hochmoor Plagefenn

Länge: 10 Kilometer, gut veränderbar (Komoot)

Highlights: Moorlandschaft, Schiffshebewerk Niederfinow, möglich: Oderberg und Pimpinellenberg

An der nördlichen Bruchkante des Oderbruchs, im östlichen Barnim und östlich von Eberswalde, schließt sich das Totalreservat Plagefenn an. Viele kleine, mittlere und große Moore prägen hier die natürliche Landschaft. Erlen-Bruchwald umgibt den nassen Lebensraum, der von Waldwegen und jahrhundertealtem Kopfsteinpflaster durchzogen wird. Sie sind die ältesten Zeugen der Handelsverbindungen zwischen den Ortschaften der Region.

Du findest hier keine großartig ausgeschilderten Wanderwege, dafür aber besonders viel Ruhe. Die Abgelegenheit des Plagefenns macht sich deutlich bemerkbar – unter anderem in der Abwesenheit von menschengemachten Sitzgelegenheiten. Am besten plant man seine Wanderung zuvor sorgfältig zuhause. Meine Tour findest du hier (Komoot).

Das Schiffshebewerk Niederfinow (Zug und Bus) sowie die Ortschaften Liepe (Bus) und Oderberg (Bus) liegen südlich des Plagefenns unterhalb der Oderbruchkante und bieten sich somit als Ausgangsstation eines Rundwegs oder Anfangs- und Endpunkt an. Wer kann sollte noch zusätzlich den Aussichtspunkt Pimpinellenberg besuchen. Knapp vor Oderberg gelegen, hat man von hier einen fantastischen Blick auf Oderberger See, nördliches Oderbruch und Neuenhagener Oderinsel. In Oderberg selbst gibt es einen hervorragenden Kanuverleih und kleinen Zeltplatz direkt am Wasser.

Ein Moor im Plagefenn
Ein Moor im Plagefenn

Oderhänge Lebus

Länge: 15 Kilometer (Komoot)

Highlights: Insel Ziegenwerder, Grenzbrücke, Oderhänge, Lebus

Wenn du die Sonne magst, wirst du diese Tour lieben – vorausgesetzt natürlich, sie scheint am von dir für die Wanderung gewählten Tag. Im städtischen Frankfurt (Oder) beginnt die ziemlich sonnige Wanderung entlang der Oder. Am alten Stadion der Freundschaft vorbei besuchst du am besten die Insel Ziegenwerder. Von hier aus geht es immer entlang des Grenzflusses , der seine ganz eigene Geschichte erzählt. Die Stadt hat viele tolle Informationstafeln entlang des Ufers aufgestellt, die dazu einladen, sich mit diesem wenig beachteten Fluss zu beschäftigen. Neben der Europa-Universität Viadrina kannst du noch über die Grenzbrücke nach Polen schlendern und einen anderen Blickwinkel auf den Fluss gewinnen. Die Wanderung geht jedoch wieder auf deutscher Seite weiter.

Du verlässt nun Frankfurt nach Norden Richtung des Naturschutzgebietes Odertal Frankfurt-Lebus mit Pontischen Hängen. Zunächst auf dem Deich und durch einen kurzen Waldabschnitt wandernd, gehst du zügig nach Norden. Hier wird es nun besonders schön und sonnig: Saftige Wiesen säumen das Ufer, die deinen Tritt auf dem Wiesenweg weich abfedern. Schon aus der Ferne kannst du das hohe Ende der Wanderung erkennen.

Südlich – und auch nördlich – von Lebus wurde auf den eiszeitlichen Oderhängen lange Zeit geweidet. Schafe und Ziegen sorgten dafür, dass sich kein Gehölz durchsetzte und es entstand ein einzigartiger, blütenreicher Trockenrasen. Diese Hänge werden auch Adonishänge genannt, da man hier besonders viele der seltenen Adonisröschen entdecken kann. Solltest du keine Adonsiröschen finden, genießt du einfach den Rundblick auf die Oder, Oderhänge und das entfernte Frankfurt. In Lebus selbst lockt nun ein kleines Restaurant am Fluss und die Ruinen der Burg Lebus, ehe es mit dem Bus zurück nach Frankfurt geht.

Grenzstädtchen Lebus an der Oder
Blick über Lebus an der Oder

Rund um Buckow – inklusive Kleinbahn!

Länge: wenige Kilometer, 100 Höhenmeter

Highlights: Buckower Altstadt, Panoramaaussichten

Das idyllische Städtchen Buckow ist von Berlin aus mit dem Regio gut erreichbar – und am Wochenende fährt eine liebevoll in Schuss gehaltene Kleinbahn auf der 126 Jahre alten Strecke. Am Ufer des Schermützelsees und acht weiterer Seen liegt das Zentrum des Naturparks Märkische Schweiz: Buckow.

Am einfachsten bietet es sich an, einen Rundweg auf dem Panoramaweg vorzunehmen. Von der Bahnstation aus kann eine gut 11km lange Runde gegangen werden – ein perfekter Tag! Dabei lassen sich sowohl wilde Badestellen als auch die offizielle Badestelle des Schermützelsees einbinden. Im Ort findest du einige Restaurants mit Wild, Fisch, Deutscher Küche und natürlich auch Eis und Backwaren.

Wer noch nicht genug hat, kann noch weiter Richtung Osten laufen: Dachsberg, Tornowsee und Wolfsschlucht bieten sich hier als weitere Anlaufpunkte an. Warum nicht einmal über Nacht bleiben? Ich wünsche dir viel Spaß!

Kleinbahn Buckow
Kleinbahn Buckow

Zwei Wandertage durch die Märkische Schweiz

Länge: 42 Kilometer, 300 Höhenmeter (Komoot)

Highlights: Naturschutzgebiete, Klobichsee, Buckow, Straussee

Eine schöne, 42 Kilometer lange Wochenendtour lässt sich zwischen Müncheberg und Strausberg einrichten. Dabei geht es im steten Auf und Ab der Märkischen Schweiz kreuz und quer durch die schönen Wälder, Felder und kleinen Dörfer und an schimmernden Seen vorbei.

Mit dem Regionalzug aus Berlin kommend, geht es von der Station Müncheberg hinein in das Naturschutzgebiet Klobichsee hin zur Eichendorfer Mühle. Von hier geht es immer den Schildern nach Westen folgend: Buckow und der Schermützelsee locken! Hier lässt sich am besten eine Unterkunft für die Nacht finden. Ich bin mit meinem Wandergenossen noch weitergezogen, um außerhalb des geschützten Gebietes ein Zelt aufzustellen.

Der zweite Tag führt dich nun aus der Senke Buckows und somit der Kernzone der Märkischen Schweiz hinaus auf die Felder rund um Ernsthof. Wenn du möchtest, kannst du einen schnellen Weg zur S-Bahnstation Strausberg Nord suchen, oder du folgst meiner Route (Komoot) durch die Wälder. Sollte es ein heißer Tag sein, kannst du dich zu guter Letzt im Straussee abkühlen.

Blick über den Buckow-See
Blick über den Buckow-See

Buchenwald Grumsin

Länge: 20 Kilometer, 150 Höhenmeter (Komoot)

Highlights: Buchenwald, Café in der Scheune

Das Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin lädt nördlich von Berlin in eine mehr als ruhige Umgebung der Schorfheide Chorin. Von Altkünkendorf aus geht es am besten im Uhrzeigersinn über die Töpferberge und Zuchenberg – und vor allem zum Louisenhof! Hier, fast am Schluss der Umrundung, wartet bei passgenauer Abstimmung Kuchen in einem kreativen Café in der Scheune.

Der geschützte Kern des Buchenwalds ist zwar nur mit einer Führung betretbar, aber eine Umrundung des Kerns bringt dich bereits tief ins Innere. Als eine der wenigen Touren auf meinem Blog ist diese mit dem PKW wirklich sehr viel einfacher zu realisieren. Mehr darüber zu lesen gibt es in diesem Detailartikel.

Buchenwald Grumsin
Buchenwald Grumsin

Bad Freienwalde: Rundweg zur Waldschänke Baa-See

Länge: 16 Kilometer, 200 Höhenmeter

Highlights: Mittelgebirgs-Feeling, Baa-See, Waldschänke

Direkt an der westlichen Oderbruchkante gelegen findest du Brandenburgs höchste Reliefunterschiede – also die kürzeste Distanz in der Horizontalen auf die größte Distanz der Vertikalen. Wie Hänge eines kleinen Mittelgebirges ziehen sich Senken, Mulden und Einschnitte von 157 Höhenmeter auf nur 3 Meter über Normalnull.

Ziel dieser Wanderung ist der verwunschene Baasee auf dem Barnimer Hochplateau. Du startest in der beschaulichen Kurstadt Bad Freienwalde und gehst der unübersehbaren Oderbruchkante entgegen, vorbei an herrlich restaurierten Stadtvillen und hinein in den Wald. Dicht stehen die Bäume und weiterhin leicht ansteigend folgst du dem Siebenhügelweg.

Der Baa-See und seine Waldschänke sind weithin gut ausgeschildert. Du wirst ihn schwer verfehlen können, denn plötzlich geht der Weg steil nach unten. Ein sehr großer Eisblock der letzten Eiszeit schuf hier eine tiefe Senke mitten im Hochplateau – der Baa-See entstand darin. An seinem südlichen Ende steht heute die Baa-See-Schänke. Sie erwartet dich mit herzhaften Wildschweinwürsten, frischem Bier und weiteren Leckereien. Zurück geht es auf derselben Route – aber du kannst auch neue Wege finden. Auf dem Rückweg lohnt sich ein Abstecher auf den Aussichtsturm auf dem Galgenberg,

Die Waldschänke am Baa-See

Bad Freienwalde: Turmwanderung

Länge: 12 Kilometer (kein Rundweg!), 200 Höhenmeter (Komoot)

Highlights: 4 Aussichtstürme und einige Aussichtspunkte, Naturkunde

Neben der Wanderung zum Baa-See lockt Bad Freienwalde mit dem Turm-Diplom! Wenn du es schaffst, alle vier Aussichtstürme der Stadt entlang der Oderbruchkante zu besteigen, erhältst du in der Touristeninformation ein offizielles Turmdiplom.

Am besten beginnst du am abgelegensten Turm, dem Bismarckturm. Dafür begibt man sich nach Malche (Bushaltestelle) und steigt dort in den Weg ein, der durchgehend beschildert ist. Von hier aus geht über den Eulenturm des Hauses der Naturpflege (Museum) sowie die Papengrundschanze zum Aussichtsturm auf dem Galgenberg. Eine genaue Beschreibung meiner Tour findest du in diesem Blogartikel.

Wegweiser auf dem Turmwanderweg
Wegweiser auf dem Turmwanderweg

Rundweg Bad Belzig

Länge: 15 Kilometer (Komoot), 200 Höhenmeter

Highlights: Bad Belziger Innenstadt, einsame Wälder

Leicht welliger Höhenzug – so wird der Fläming gerne umschrieben. Südwestlich von Berlin liegt mitten in diesem dünnbesiedelten Landstrich das Thermal-Soleheilbad Bad Belzig. Der die Stadt umgebende Naturpark Hoher Fläming bietet dir daher eine naturbelassene Grundlage, um diese schöne Stadt zu umrunden. Der Panoramaweg ist auf Schildern ausgewiesen und bietet den ein oder anderen „Panoramablick“ – wobei man nicht zu viel erwarten sollte. Während der Umrundung durchquert man dichte Wälder, nimmt kleine Pfade und breite Feldwege. Für Verpflegung zwischendurch sollte man allerdings vorsorgen!

Unbedingt einplanen solltest du auch einen Altstadtbummel oder einen Besuch im Thermalbad. Und noch ein kleiner Fun Fact hinten an: Bad Belzig war der geographische Mittelpunkt der DDR.

Bad Belzig
Wandern bei Bad Belzig

Wandern im Gamengrund

Länge: sehr variabel

Highlights: starkes Gelände, dichter Wald, lange und tiefe Seen

Obwohl ihn viele nicht kennen, ist der Gamengrund ein überaus wichtiges Geotop Brandenburgs. Östlich von Werneuchen gelegen, durchziehen ihn viele Seen und angelegte Wanderwege, die zum Spazieren, Weitwandern (66-Seen-Weg) und auch Verweilen einladen. Mich verschlug es einmal im Winter für eine ausgedehnte Wanderung hierher und ich war sofort angetan von den langgezogenen, tiefen Seen, dem dichten Wald und den vielen Aufs und Abs im Gelände.

Der 300 bis 400 Meter breite Gamengrund in der Barnimer Hochfläche ist das Überbleibsel einer unterirdischen Schmelzwasserrinne der darüberliegenden Gletscher. Als die Gletscher schlussendlich zusammenbrachen, blieben monströse „Toteisblöcke“ liegen, und ließen die lang gezogenen Seen entstehen. Heute ist das Geotop streng geschützt und bietet insbesondere im Hochsommer vergleichsweise kühle Luft – oder eben im Winter ein wenig Schneesicherheit.

Winter im Gamengrund
Winter im Gamengrund

Entspannte Radtouren

Bötz-, Fänger- und Straussee

Länge: 40 Kilometer

Highlights: Bötzsee, Straussee, Fängers

Gleich vor den östlichen Toren Berlins, sehr gut mit der S-Bahnlinie 5 erreichbar, liegt das Landschaftsschutzgebiet „Strausberger- und Blumenthaler Wald- und Seengebiet„. Von den diversen Bahnstation Fredersdorf, Petershagen und Strausberg kann man eine angenehme, kleine bis große Tagestour mit dem Rad unternehmen. Dabei können Eis und Getränke nicht zu kurz kommen. Die Wanderwege sind sehr naturnah: teils kiesig, teils sandig, teils (stark) verwurzelt. Der Fängersee hat die herausforderndsten Wege, der Straussee die einfachsten. Alle Wege werden mit (wenigen) Radfahrenden geteilt.

Der Bötzsee bietet neben einem offiziellen Strand (Eintritt) mit Verpflegung und einem von außen erreichbaren Eiscafé viele Badestellen. Der See ist sehr ruhig, klar und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fänger- und Straussee. Der Fängersee ist naturnaher und hat wenige Badestellen. Ganz im Gegensatz zum Straussee: Dieser ist der größte der drei Seen. An seinem westlichen Ufer zieht sich die Strausberger Altstadt entlang, die ausreichend Kulinarik bietet. Aufgrund von Wasserproblemen sank jedoch der Wasserspiegel um unfassbare 1,5 Meter.

Strandbad am Bötzsee

Von Vogelsang (Templin) nach Hennigsdorf

Länge: 80 Kilometer

Highlights: nördlicher Havelradweg

Ganz ruhig und entspannt: So schön wie sich die Havel ihren Weg durch das Grün bahnt, schlängelt sich auch der Radweg nebenher. Die Regionalbahn aus Berlin bringt dich und dein Rad galant in den Norden Brandenburgs. Dabei kannst du wählen, wo du in den Havelradweg einsteigen möchtest. Ich habe mich für den kleinen Bedarfshalt Vogelsang vor Templin entschieden und von hier aus den Weg befahren. Der Weg verläuft sehr eben, bietet aber keine nennenswerten Einkehrmöglichkeiten – außer in Zehdenick und Oranienburg. Daher packe ein gut belegtes Butterbrot ein!

Von Berlin über Märkisch Buchholz nach Halbe

Länge: 80 Kilometer (Komoot)

Highlights: Naturpark Dahme-Heideseen

Das Herzstück der Region südöstlich von Berlin sind die Dahme-Heideseen im gleichnamigen Naturpark, auch Dahmeland genannt. Die vorgeschlagene Tour bringt dich durch den grünen Südosten Berlins am Müggelsee vorbei mitten ins Brandenburger Grün. Der Weg ist hervorragend ausgebaut und bietet zahlreiche Möglichkeiten, links und rechts einen Stop am See einzulegen. Die Tour kann natürlich auch verkürzt werden, indem man bereits am Berliner Stadtrand beginnt. In Märkisch Buchholz und in Halbe (Regionalbahnhof) bieten sich einige wenige Essensmöglichkeiten an, um einen perfekten Tag abzurunden.

Von Erkner nach Müncheberg

Länge: 55 Kilometer, 300 Höhenmeter (Komoot)

Highlights: schattige Radwege, Garzau-Garziner Seen, Märkische Schweiz, Buckow

Gut mit der S-Bahn erreichbar, liegt die brandenburgische Kleinstadt Erkner südöstlich von Berlin. Die vorgeschlagene Tour führt dich zunächst durch den Wald nach Grünheide, um an einigen Seen vorbei bis nach Kagel zu gelangen. Ab hier folgst du einfach dem Europaradweg R1 über Garzau-Garzin, Waldsieversdorf und rollst hinunter ins Herz der Märkischen Schweiz: Buckow!

Am Langen See in Garzin lohnt es sich, die erste längere Pause auf dem Steg einzulegen. In Buckow hingegen kannst du dich in den örtlichen Restaurants stärken und die gute Luft des Kurorts genießen. So traurig es dann auch sein wird: Zu guter Letzt musst du Buckow wieder verlassen. Entweder folgst du meinem Vorschlag (siehe Komoot-Link) zum Regionalbahnhof Müncheberg auf eher losen Wegen oder du folgst dem R1 bis zum Bahnhof Obersdorf.

Langer See, Garzin-Garzau
Langer See, Garzau-Garzin

Von Erkner nach Fürstenwalde (Spree)

Länge: 45 Kilometer (Komoot)

Highlights: Scharmützelsee, Kuchen bei Hollys Galerie Cafe

Erkner, die zweite! Statt wie in der oben erwähnten Tour Erkner-Müncheberg nach Nordosten zu fahren geht es nach Südosten. Nach rund 20 von 45 Kilometern kommst du auf dem Weg nach Bad Saarow / Scharmützelsee an Hollys Galerie Cafe vorbei. Hier solltest du unbedingt einen Kuchenstop einlegen, um den Kuchen der fast erblindeten Kuchenbäckerin Doris zu probieren. Er ist himmlisch!

Weiter geht es durch die dichten Kiefernwälder bei Bad Saarow. In der am Scharmützelsee gelegen Stadt lohnt sich natürlich immer ein Sprung ins kühle Nass! Oder bleibst du gleich in einer der zwei Spas (Saarow Thermen, Satama) südlich oder nördlich des Sees? Egal wie du dich entscheidest, deine Radtour kannst du schlussendlich am See mit dem Einstieg in die Regionalbahn beenden, oder noch die sportliche Konsequenz darin suchen, in die Domstadt Fürstenwalde zu fahren.

sportliche Radtouren

Bernau – Ueckermünde

Länge: 180 Kilometer, 700 Höhenmeter

Highlights: Werbellinsee mit Aussichtsturm, Uckermärkische Seen und Landschaft, Stettiner Haff

Diese wunderschöne Tour entspricht meiner kleinen Wochenendreise „von Bernau an die Ostsee„. In Bernau startend kannst du es schaffen, die Ostsee – okay, es ist das Stettiner Haff – an einem Wochenende mit dem Rad zu erreichen. Der bestens ausgebaute und gut beschilderte Berlin-Usedom-Radweg ist dafür eine verlässliche Route. Auf der Strecke wirst du keinerlei Probleme haben, verschiedenste Unterkünfte für eine Nacht ausfindig zu machen – auch von unterwegs!

Am Sonntag kommst du nach 180 Kilometern in Ueckermünde an und kannst dich mit einem Sprung ins Meer belohnen! Zurück geht es mit der Regionalbahn – und zwar mit dem Berlin-Brandenburg-Ticket, das hier noch gilt. Wenn du es nicht schaffen solltest, kannst du zwischendurch immer wieder auf die Bahn zurückgreifen – Wenn das mal kein Exitplan ist! Mehr Infos findest du im passenden Blogartikel von mir.

Fahrradreise durch die Uckermark
Fahrradreise durch die Uckermark

Ostberliner Acht: Allroad-Ausfahrt

Länge: 73 Kilometer (Komoot)

Highlights: Rüdersdorfer Kalkwerk & Kalksee, Erpetal, Wuhlheide, Plänterwald

Wenn die Zeit mal wieder nicht ganz für eine sportliche Tagestour reicht, dann lassen sich im Osten Berlins einige Grünanlagen, Wälder und Seen geschickt miteinander verbinden. Einer Acht gleich führt dich die vorgeschlagene Strecke von Rummelsburg aus über Plänterwald und Wuhleheide zu den Kaulsdorfer Seen. Durch den tiefen Sand der Strände geht es zackig zum Freiluft-Industriemuseum der Rüdersdorfer Kalkwerke – eine imposante Kulisse für tolle Radbilder. Von hier aus geht es am Kalksee entlang über die Woltersdorf Schleuse und lange Waldautobahnen ins Köpenicker Erpetal. Willkommen zurück in Berlin! Deine Fahrt endet wieder in Rummelsburg.

Halligalli Ost-Berlin

Länge: 119 Kilometer, 300 Höhenmeter (Komoot)

Highlights: Wartenberg Feldmark, Wolkenhain, Erpetal, Seddiner See, Fährfahrt, Müggelsee

Diese Route durch das grüne Ostberlin zeigt dir, wie vielseitig und grün Berlin ist. Über Stock, Stein und mitten durchs Gebüsch führt dich meine Route aus Lichtenberg zunächst in den Nordosten. In der Malchower Aue, Wartenberg Feldmark und Falkenberg Rieselfelder kommt richtig Brandenburg-Feeling auf. Die Route dreht danach nach Süden ab: Entlang des Wuhlewanderweges fährst du zur großen Aussichtsplattform Wolkenhain bei den Gärten der Welt, um den Blick bis zum mittlerweile weit entfernten Fernsehturm schweifen zu lassen.

Wie es genau weiter geht und was noch alles auf dich wartet erfährst du in diesem Beitrag genauer. Ride on!

Graveltour durch Ostberlin
Graveltour durch Ostberlin

Von Berlin nach Dresden

Länge: 209 Kilometer, 1000 Höhenmeter (Komoot)

Highlights: einige Naturschutzgebiete, Bad Liebenwerda, Meißen, Elberadweg

Dass es von Berlin keinen (ausgeschilderten) Radweg nach Dresden gibt, ist mehr als sträflich! 209 Kilometer lang ist daher meine eigene Streckenauswahl, die in Berlin-Lichtenberg beginnt und in der Altstadt Dresdens endet.

Ich fuhr sie in ca. 12 Stunden mit Pausen, aber entspannt war das natürlich nicht. Meine Route verläuft möglichst auf Radwegen bzw. abseits großer Straßen. Das gelingt weitestgehend bis Gröditz, doch ab hier wird es schwierig. Meine eigene Route geht über Großenhain nach Meißen und erst dann an der Elbe entlang.

Wenn ich die Route nochmal fahren würde, böge ich ab Gröditz direkt zur Elbe ab, um dort einfach den entspannten Elberadweg zu nutzen. Während es seinen Reiz hat, z.B. von Stadtzentrum zu Stadtzentrum zu radeln, würde ich mir den Berliner Teil ehrlich gesagt schenken. Starte lieber bereits in der Nähe des Berliner Rings.

Drei Tage Seenland Oder-Spree

Länge: 280 Kilometer, 1200 Höhenmeter (Komoot 1, 2 und 3)

Highlights: intensive und einsame Waldstrecken, abgelegenes Oderbruch, Oderbruchbahnradweg, facettenreiche Märkische Schweiz, grünes Löcknitztal

Weite Blicke über Feld und Wiese, hohe und dicht bewachsene Oderhänge sowie ein intensiver Mix aus Kultur- und Naturlandschaft: Das ist das Seeland Oder-Spree. Mit dieser Tour (hier als Detailartikel im Blog) kommst du auf die vollen Kosten einer Allroad-Tour.

Mein vorgeschlagener Weg führt dich über den Nordosten Berlins hinaus nach Altlandsberg. Über dutzende Kilometer Waldvergnügen – wahrscheinlich ohne jemanden zu Gesicht zu bekommen – landest du am Rande des Oderbruchs in Bad Freienwalde. Hier im Oderbruch kannst du dir einen entspannten Rastplatz suchen (z.B. den Biwakplatz Neugaul). Der zweite Abschnitt führt dich über den Oderbruchbahnradweg. Dieser perfekt asphaltierte Radweg führt dich, wie der Name schon verrät, über die alten Bahntrassen der einstigen Oderbruchbahn. Von Müncheberg aus geht der Weg durch das grüne Löcknitztal zurück nach Berlin.

Zeltplatz im Oderbruch
Biwakplatz Neugaul im Oderbruch

Berlin – Eberswalde

Länge: 210 Kilometer, 1300 Höhenmeter (Komoot 1, 2 und 3)

Highlights: Biwakplatz im Oderbruch, Oderhänge, Bad Freienwalde, Oderberg, Eberswalde

Und wieder einmal ist es das Oderbruch, welches hier seinen Platz findet. Wenn du auf der Suche nach einer entspannten Mehrtagestour abseits von Radwegen bist, dann bist du hier genau richtig. In meinen passenden Blogbeitrag kannst du Details meiner entspannten 3-Tage-Tour entnehmen.

Die Tour von Berlin nach Eberswalde über das Oderbruch ähnelt der eben beschriebenen Seenland-Tour in einigen Punkten: Sie startet in Ostberlin und führt dich hinein ins Oderbruch – der Streckenverlauf liegt aber weitaus südlicher. Nichtsdestotrotz endet die erste Etappe am selben Biwakplatz an der Alten Oder. Am zweiten Tag fährst du im steten Auf und Ab der Oderhänge bis an den nördlichen Rand des Bruchs – im beschaulichen Oderberg! Nach einer Nacht in Oderberg kämpfst du dich danach durch die rollenden Hügel der Schorfheide, ehe du in Eberswalde deine Tour beenden kannst.

stillgelegte Brücke über die Alte Oder
stillgelegte Brücke über die Alte Oder

Von Templin nach Schwedt (Oder)

Länge: 107 Kilometer, 800 Höhenmeter (Komoot)

Highlights: Abgeschiedenheit, Oberuckersee,, Nationalpark Unteres Odertal

107 Kilometer misst die von mir abgefahrene, sehr abwechslungsreiche und abgelegene Tour durch die nordbrandenburgische Landschaft. Von Templin aus geht zum Oberuckersee, nach Gartz und durch den Nationalpark Unteres Odertal nach Schwedt (Oder). Nördlich der berühmten Schorfheide tief im Wald gelegen, kannst du den Startpunkt Templin gut mit dem Regionalzug erreichen.

Von Templin aus geht es Richtung Osten mitten durch die Uckermark zum südlichen Ende des Oberuckersees. Hier bietet sich nach 35 Kilometern eine Rast und Schwimmeinlage an. Bis dahin – und auch weiterhin – wirst du sehr wenige Menschen treffen. Vom Oberuckersee muss du nun einen Weg nach Gartz finden. Ich bin relativ stur durch die Wälder geheizt und wurde dafür bestraft: Die letzten Winterstürme ließen so viele Bäume fallen, dass ich im Melzower und Blumberger Forst das Rad sehr oft schob und über Bäumstämme hievte. Halte dich lieber an die größeren Wegmöglichkeiten.

Nach 80 Kilometern lockt dann bei Ankunft am Spätnachmittag der ein oder andere Schmaus, ehe es gestärkt durch den wunderschönen Nationalpark Unteres Odertal geht. Nimm dir ruhig Zeit und halte auch einmal an, um die Stille dieses Ortes zu genießen. In Schwedt wartet nämlich schon der Regionalzug Richtung Berlin auf dich.

Nationalpark Unteres Odertal
Nationalpark Unteres Odertal

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